#2 Schweden, zeig uns was du kannst

Als bereits erprobte Camper, genügte „einen neuen Stellplatz finden“ nicht mehr als Reise Highlight aus. Es wurde Zeit Schweden besser kennenzulernen und so recherchierten wir in der Stadtbibliothek von Sundsvall unsere neuen Ausflugsziele. Die Bibliotheken, Kulturhäuser und Natuura laden in Schweden zum Verweilen ein. Wir hätten in der Bibliothek von Sundsvall noch Stunden verbringen können. Ein altes Gebäude, dass durch eine Glasfassade verbunden wurde, viele kleine Nischen, ausgestattet mit moderner Technik und eine gemütliche Lese Atmosphäre. Einzig der Beagle im Camper und der aus Mines Sicht nicht ganz so sicherwirkende Parkplatz am Busbahnhof zwangen uns zur Eile. Einen kleinen Spaziergang wagten wir dennoch durch die Innenstadt.

Die Orte in Schweden haben uns aber bislang nicht verzaubert, so auch Sundsvall nicht. Wir sind schon durch Einige gereist, aber für uns versprühen sie wenig Charme. Das abschließende Einkaufserlebnis in einem dieser riesigen Supermarktareale am Standrand bestärkte uns wieder in die Natur zu flüchten. Die Schweden bevorzugen übrigens große Verpackungen von Lebensmitteln. Egal ob Nudeln, Käse oder Fleisch – die Produkte sind meist in der von uns gewohnten Abfüllgröße x2 erhältlich. Nach Packungen, die beispielsweise in unsere Kühlbox passen, müssen wir hier und da ein wenig suchen.

So freuten wir uns wieder auf mehr Einsamkeit und steuerten die Region der Höga Kusten an. Über die Hängebrücke der Höga Kusten, die schwedische Golden Gate Bridge, zu fahren ermöglicht einen großartigen Ausblick. Der Rastplatz dahinter auch, leider auch auf unzählige andere Camper. Durch unsere App „Park4Night“, die uns unterstützt, um abgelegenere Übernachtungsplätze zu finden, fuhren wir auch diesmal in eine weniger besuchte Region, suchten aber dennoch lange nach einem Übernachtungsplatz sowie einem Wanderweg am nächsten Tag. Eine Herausforderung der wir uns in Schweden häufiger stellen mussten. Wo Natur ist, ist nicht zwangsläufig ein Wanderweg. Nicht immer haben wir Zeit die regionale Touristenzentrale anzufahren und auch das Internet war in manchen Regionen nicht hilfreich. Manchmal haben wir auch den Start des Wanderwegs einfach nicht gefunden. Wenn man dann einen Weg oder ein Routennetz gefunden hat, kann man sich nicht mehr verlaufen, denn die Beschilderung selbst ist hervorragend. So auch an den Höga Kusten. Unser kleiner Wanderweg führte uns vorbei am kleinsten Museum, das wir bislang gesehen haben. Eine kleine Hütte am Wegesrand, die jedem Wanderer offensteht und bspw. über die regionale Fertigkeit des Fischens aufklärt. Belohnt wurden wir bei unserem kleinen Spaziergang mit einem wundervollen Blick auf eine Meeresbucht.